Dienstag, Oktober 24, 2006

Freche Kinder

Ich sitze im Zug nach Hause und werde von zwei frechen Kindern beobachtet. Sie schauen mich an und dann lachen sie.
Das amüsiert mich. Es tut irgendwie gut, wenn Kinder nicht verängstigt sind sondern ein wenig vorlaut, ein wenig übermütig.

In Gedanken habe ich Bilder vor Augen von Kindern, die ein ganz anderes Schicksal erleiden müssen. Irgendwelche Straßenkinder aus Rumänien vielleicht, denen das Lachen längst vergangen ist. Oder traumatisierte Kriegswaisen, hungernde Kinder in Afrika, was auch immer.
Angesichts solcher Bilder wünscht man sich, sie könnten so unbeschwert sein wie diese beiden frechen Jungs, die da immer noch spitzbübisch zu mir herübergrinsen und mich zu irgendeiner Äußerung bewegen möchten.

Natürlich sind sie ungezogen und wäre ich für sie verantwortlich, dann würde ich sie zur Ordnung rufen. Aber ich bin es nicht und ich kann diesen kindlichen Trieb, den die beiden da an mir ausleben, genießen und auskosten. Insgeheim wünsche ich mir, dass auch Jakob (mein Sohn) ein so unbeschwerter Schlingel sein kann - natürlich nur, wenn ich davon nichts bemerke...

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